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Zitierregeln für fachdidaktische Lehrveranstaltungen

Univ. Prof. Alois Ecker

Grundlage der nachfolgenden Vorgaben ist der Standard der American Psychological Association (APA) in der neuesten Fassung (APA Publication Manual, 5th Edition 2001). Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nicht alle Fälle und Beispiele, die im APA Publication Manual angeführt werden, hier erläutert, sondern nur die wesentlichen Konventionen angegeben. In Zweifelsfällen sollte daher das APA Publication Manual bzw. die dazugehörige Internetseite (http://www.apastyle.org) Klärung herangezogen werden.

Zitierung im Text

Die Quellenangabe erfolgt durch Anführen des Familiennamens des Autors oder der Autorin und das Erscheinungsjahr des Werkes. Namen erscheinen stets in Groß- und Kleinbuchstaben und ohne weitere Hervorhebungen, d.h. ohne Versalien (Großbuchstaben), Kapitälchen, Unterstreichungen etc.

Werden mehrere Werke eines Autors aus demselben Publikationsjahr angeführt, so werden diese durch eine ergänzende Kennzeichnung mit Kleinbuchstaben unterschieden (vgl. Beispiel b).

Im Text werden bei der Nennung von Autorengruppen die Autorennamen durch Komma voneinander getrennt, wobei der letzte Autor durch „und“ abgesetzt wird (vgl. Beispiel c). An Stelle des „und“ tritt bei der Literaturangabe das Zeichen „&“ (vgl. Beispiel d). Bei mehr als zwei Autoren werden Autorengruppen bei der Erstnennung vollständig, danach nur noch der erstgenannte Autor mit dem Zusatz „et al.“ aufgeführt (vgl. Beispiel f). Werden verschiedene Werke im Text nacheinander zitiert, werden diese durch ein „;“ voneinander getrennt (vgl. Beispiel d). Klassische Werke werden sowohl mit dem Jahr der Originalausgabe wie mit dem Jahr der verwendeten Publikation zitiert (vgl. Beispiel g).

Wörtliche Zitate sind ausnahmslos durch doppelte – typografische – Anführungszeichen („   “) zu kennzeichnen. Diese müssen am Beginn von Zitaten unten, am Ende von Zitaten oben stehen. Zitate im Zitat sind analog durch ‚einfache Anführungszeichen’ zu kennzeichnen. Die Fundstelle ist durch Angabe der Seitenzahl („S. xx“) der Quelle zu präzisieren (vgl. Beispiel h).

Beispiele:

a. Roth (1991) schrieb........

b. Es wurde betont (Roth, 1991b) ...

c. Der Band von Hildebrandt, Landau und Schmidt (1994) beschreibt ...

d. Weitere Standardwerke zur Statistik (Willimczik, 1999; Bös, Hänsel & Schott, 2000) ...

e. Schmidt (im Druck) weist darauf hin ...

f. Brettschneider, Sack und Brinkhoff (1996) nennen .. Verschiedentlich wurde betont (Brettschneider et al., 1996) ...

g. ... wie bereits Laplace in seinem Essay ausführte (1814/1951).

h. Willimczik (2001, S. 17) führt aus: „Auch in der Sportwissenschaft ist die Entwicklung nicht stehen geblieben“.

 

Literaturverzeichnis

Jede Quellenangabe im Text muss im Literaturverzeichnis aufgeführt sein. Neben bereits publizierten Arbeiten können auch in Vorbereitung stehende Arbeiten, nicht publizierte Vorträge und eingereichte, aber noch nicht angenommene Manuskripte im Text zitiert und ins Literaturverzeichnis aufgenommen werden. Das Literaturverzeichnis ist alphabetisch (und dann chronologisch) zu ordnen.

» Beispiele für Literaturangaben von Büchern

Form: Nachname, Vorname(n)(Initial). (Erscheinungsjahr). Titel. Untertitel (ggf. Auflage). Verlagsort: Verlag.

Conzelmann, A. (2001). Sport und Persönlichkeitsentwicklung. Möglichkeiten und Grenzen von Lebenslaufanalysen. Schorndorf: Hofmann.

Nigg, B.M. (1986). Biomechanics of running shoes. Champaign, IL: Human Kinetics.

Schmidt, W.(2002). Sportpädagogik des Kindesalters (2., neu bearbeitete Aufl.). Hamburg: Czwalina.

Hossner, E.J. & Roth, K. (Hrsg.). (1997). Sport - Spiel - Forschung. Zwischen Trainerbank und Lehrstuhl. (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 84). Hamburg: Czwalina.

Summers, J.J. (Ed.). (1992). Approaches to the Study of Motor Control and Learning. Amsterdam, London, New York, Tokyo: Elsevier.

Laplace, P.-S. (1951). A philosophical essay on probabilities. New York: Dover.(Original veröffentlicht 1814).

» Beispiele für Literaturangaben von Beiträgen in Büchern (Sammelbänden)

Form: Nachname, Vorname(n)(Initial). (Erscheinungsjahr). Titel. Untertitel. In Herausgeber (Hrsg.), Titel des Sammelbandes (Seitenzahlen). Verlagsort: Verlag.

Kurz, D.(2000). Erziehender Sportunterricht: Wie kann die Hochschule darauf vorbereiten. In E. Beckers, J. Hercher & N. Neuber (Hrsg.), Schulsport auf neuen Wegen. Herausforderungen für die Sportlehrerausbildung (S. 36-52). Butzbach-Griedel: Afra.

Franke, E. (1995). Ethische Probleme sportlicher Höchstleistung und ihrer Wissenschaft. In J. Krug.& H.-J. Minow (Hrsg.), Sportliche Leistung und Training (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 70, S. 49-66). Sankt Augustin: Academia.

Wallace, S.A. (1996). Dynamic Pattern Perspective of Rhythmic Movement: An Introduction. In H. Selaznik (Ed.), Advances in Motor Learning and Control (pp. 155-194). Champaign, IL: Human Kinetics.

» Beispiele für Literaturangaben von Zeitschriften mit Jahrgangs- bzw. Bandpaginierung

Form: Nachname, Vorname (Initial). (Erscheinungsjahr). Titel. Name der Zeitschrift, Jahrgang, Seitenangaben.

Roth, K. (1991). Entscheidungsverhalten im Sportspiel. Sportwissenschaft, 21, 229-246.

Krüger, M. & Grupe, O. (1998). Sport- oder Bewegungspädagogik? Zehn Thesen zu einer Standortbestimmung. Sportunterricht, 47, 180-187.

Lees, A., Graham-Smith, P. & Fowler, N. (1994). A biomechanical analysis of the last stride, touchdown, and takeoff characteristics of the mens long jump. Journal of applied Biomechanics, 10, 61-78.

» Beispiele für Literaturangaben von Zeitschriften mit heftweiser Paginierung

Form: Nachname, Vorname (Initial). (Erscheinungsjahr). Titel. Name der Zeitschrift, Jahrgang (Heft), Seitenangaben.

Kleiner, K. (2002). Qualifizieren für morgen. Vergleich der neuen Studienpläne für LehrerInnen im Unterrichtsfach "Bewegung und Sport" in Österreich. Bewegungserziehung, 56 (1),14-29.

Kolb, M. (1999). Visionen zur Zukunft von Studium und Lehre in Sport und Sportwissenschaft. Zur Konzeption modularer strukturierter Studiengänge. dvs-Informationen, 14 (2), 44-50.

Lange, H. (2001). "Power Grind". Bewegungslernen an der Skater-Anlage. Sportpädagogik, 25 (6),16-19.

» Beispiel für Literaturangaben von Themenheften von Zeitschriften

Form: Nachname, Vorname (Initial). (Erscheinungsjahr). Titel [Themenheft]. Name der Zeitschrift, Jahrgang (Heft).

Tack, W. (Hrsg.). (1986). Veränderungsmessung [Themenheft]. Diagnostica, 32 (1).

» Beispiele für Literaturangaben von Forschungsberichten und Dissertationen

Form: Nachname, Vorname(n)(Initial). (Erscheinungsjahr). Titel. Untertitel (ggf. Reihe). Ort: Hochschule, ggf. Institut.

Kubinger, K.D.(1981). An elaborated algorithm for discriminating subject groups by qualitative data (Research Bulletin Nr. 23). Wien: Universität Wien, Institut für Psychologie.

Wittkowski, E. (1987). Zum Einfluss von "Überlernen" auf die Behaltensstabilität des kinästhetischen Gedächtnisses. Dissertation, Freie Universität Berlin.

» Beispiel für Literaturangaben von unveröffentlichten bzw. zur Veröffentlichung eingereichten Arbeiten

Pfister, G. (2002). Turnen als Erinnerungsort - Mythen, Rituale und kollektive Symbole auf Deutschen Turnfesten vor dem ersten Weltkrieg. Zur Veröffentlichung eingereicht.

» Beispiel für Literaturangaben von (unveröffentlichten) Vorträgen auf Tagungen

Frohn, J. (2000, April). Koedukation im Sportunterricht an Hauptschulen? Vortrag auf dem 2.Kongress des Deutschen Sportlehrerverbands in Augsburg.

Zitation von elektronischen Medien


Die wichtigste Angabe ist der URL (Uniform Resource Locator), der eindeutig sein muss. Besteht die Möglichkeit alternative URLs anzugeben, so sollte diejenige Adresse angegeben werden, die dem Inhalt der Internetseite oder der verantwortlichen Organisation am nächsten kommt. Es wird empfohlen, nur Quellen einzusetzen, deren Beständigkeit zuverlässig eingeschätzt werden kann. Zudem ist darauf zu achten, dass die zu zitierenden Textstellen eingegrenzt werden können (z.B. durch Seitenzahlen bei pdf-Dateien und durch Textanker (#Textstelle) oder Absatznummerierungen bei html-Dateien).
Ein weiteres Qualitätsmerkmal für die Zitation einer Webseite ist die Verfügbarkeit von Metadaten im Quelltext der Seite, in denen alle wesentlichen Informationen enthalten sein sollen. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Groß- und Kleinschreibung sowie auf die Trennung von Internetadressen zu werfen. Silbentrennungen des URL sind zu vermeiden; sind sie jedoch bei langen URL notwendig, so darf die Trennung nur nach einem Schrägstrich („slash”) oder vor einem Punkt durch Einfügen eines Leerzeichens erfolgen; ein Trennstrich („-”) darf nicht eingefügt werden.

Veröffentlichungen basierend auf der Druck-Version eines Artikels: Wenn die Zitation sich auf die Druck-Version eines Artikels oder eines Beitrags bezieht, dieser jedoch nur in der identischen elektronischen Version zur Verfügung stand, so ist es nicht nötig, die dazugehörende URL anzugeben. Es erfolgt lediglich nach dem Titel des Beitrags in eckigen Klammern der Verweis auf die verwendete elektronische Version:

Bös, K. & Brehm, W.(1999). Gesundheitssport -Abgrenzungen und Ziele [Elektronische Version]. dvs-Informationen, 14 (2), 9-18.

Kellmann, M. (2000). Psychologische Methoden der Erholungs-Beanspruchungs-Diagnostik [Elektronische Version]. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 51,253-258.

Hat man Grund zur Annahme, dass die Online-Version von der Druck-Version hinsichtlich der Formatierung (z.B. ohne Tabellen und Abbildungen)oder der Seitenzahlen abweicht, so ist zusätzlich das Datum des Abrufs aus dem Internet anzugeben. Gleiches gilt für Artikel, die bereits an anderer Stelle veröffentlicht wurden und im Original nicht vorliegen. Die Angabe des Zugriffsdatums erfolgt nach dem Schema Tag (als Zahl), Punkt, Monat (ausgeschrieben) und Jahr:

Grupe, O. (1996). Kultureller Sinngeber. Die Sportwissenschaft an deutschen Universitäten. Forschung & Lehre, 3, 362-366. Zugriff am 06. Oktober 2002 unter http://www.sportwissenschaft.de
information_adressen.html #Entwicklung

WWW-Seiten

Bei der Zitation von Internetseiten aus dem World-Wide-Web (WWW) ist vor allem auf die genauen Datumsangaben zu achten. Neben dem Datum des Zugriffs ist das Datum der Erstellung bzw. der Revision (der letzten Aktualisierung) der Seite anzugeben. Das Revisionsdatum ist dem Erstellungsdatum vorzuziehen. Wenn zusätzlich die Versionsnummer der Revision angegeben ist, so kann diese ebenfalls genannt werden. Diese Angaben sollten direkt auf der Seite, in den Metadaten oder in den Informationen über die Seiten enthalten sein. Die Angabe des Erstellungs- bzw. des Revisionsdatums erfolgt nach dem Schema Jahr, Tag (als Zahl), Punkt und Monat (ausgeschrieben). Das Datum des Zugriffs nach dem Schema Tag (als Zahl), Punkt, Monat (ausgeschrieben) und Jahr.

Fromme, A., Linnenbecker, S., Thorwesten, L. & Völker, K. (1998,19. November). Bungee-Springen aus sportmedizinischer Sicht. Zugriff am 07. Februar 2002 unter medweb.uni-muenster.de/institute/
spmed/aktuell/bungee/bungee.htm

Gerlach, E. (2002, 23. Februar). Projekt "Sportengagement und Entwicklung von Heranwachsenden. Eine Evaluation des Paderborner Talentmodells" (Version 1.1). Zugriff am 28. Februar 2002 unter sport.uni-paderborn.de
entwicklung/sportundentwicklung.html

Lippens, V. (1999,28. Dezember). Der Trainer als Experte! Langzeitstudie der Subjektiven Theorien in einer Trainingsgruppe (1991-1994). Zugriff am 01.März 2002 unter cosmic.rrz.uni-hamburg.de/webcat/
sportwiss/lippens/lip00002/karten.htm

 

Nachrichten in Mailing-Listen und Diskussionsforen


Nachrichten in Mailing-Listen und Newsgroups sind grundsätzlich zitierfähig. Dabei sind archivierte Listen den nicht archivierten vorzuziehen. Bei nicht archivierten Mailing-Listen und Newsgroups ist der Autor bei einer Zitation nachweispflichtig. Bei archivierten Mailing-Listen, die über das Internet einsehbar sind, ist ebenfalls der URL anzugeben, bei nicht archivierten Mailing-Listen die E-Mail-Adresse der Liste. Hierbei ist auf die (auf den Tag) genaue Angabe des Datums zu achten:

Wolters, P. (2001, 16. Februar). Resolution Juniorprofessuren. Nachricht veröffentlicht in Mailing-Liste SPORTWISS <SPORTWISS@RUHR-UNI-BOCHUM.DE></SPORTWISS@RUHR-UNI-BOCHUM.DE>

Brach, M. (1999, 4. März). Mailinglisten Sportwissenschaft. Nachricht veröffentlicht in Mailing-Liste SPORTWISS, archiviert unter www.listserv.dfn.de/htbin/wa.exe?
A2=ind9903&L=sportwiss&F=P&S=&P=518

Sponsel, R.(2002, 23. Februar). Positiv Liste zur Foerderung des Selbstgefuehls. Nachricht veröffentlicht in news://news/de.sci.psychologie

Weiber, R.(2000, 22.August). Korrektur der Fehlerkorrektur. Nachricht veröffentlicht in www.domeus.de/list/messages/read?
ecircleid=6570&msgnr=1&month=0&
year=0&msgid=366502&sb=0

Armand, M. (2000, 11.Oktober). Wissensmanagement: Curriculumdiskussion in neuem Gewand? Nachricht veröffentlicht in de.groups.yahoo.com/group/
Paedpsych/message/8

Wittmann, W.(2000, 17. November). Re: Comparing path coefficients. Nachricht veröffentlicht in Mailing-Liste SEMNET, archiviert unter bama.ua.edu/cgi-bin/wa?
A2=ind0011&L=semnet&F=&S=&P=20462

 

Autorenverzeichnis:

 

Bitte fügen Sie am Schluss des Artikels ca. 5 - 7 Zeilen Angaben über jede Autorin/jeden Autor an: Vor- und Zuname, derzeitige berufliche Position, Arbeitsschwerpunkte, insbesondere in Bezug zur Fachdidaktik.

 

Günter Hanisch, Dr. phil., Mag. rer. nat, a. O. Prof. am Institut für Erziehungswissenschaft und am Mathematikinstitut der Universität Wien. Seit 1982 am Mathematikinstitut, seit 1984 am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Wien bzw. am Ludwig-Boltzmann-Institut für Schulentwicklung und international-vergleichende Schulforschung tätig.

bearbeitet A. Ecker

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